Mission Maria

Pietro Novelli (1603-1647): Madonna vom Karmel mit Heiligen

Zum Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel

Von Rüdiger Plantiko

Was ist das Skapulier?

Am 16. Juli 1251 erschien die Gottesmutter dem heiligen Simon Stock (1200-1265), dem damaligen Generalprior des Karmelitenordens, mit einem besonderen Schultergewand in der Hand, dem Skapulier, und versprach denen, die es tragen, ihren besonderen Schutz im Leben und in der Stunde des Todes. Das Skapulier wurde seitdem zum Teil des Ordenshabits der Karmeliten.

Können auch Sie das Skapulier empfangen?

Auch wer nicht dem Karmelitenorden angehört, kann ein Skapulier empfangen. Es besteht dann aus zwei kleinen Stoffstücken, oft mit einem Marienbildnis geschmückt, die mit einer Schnur verbunden sind und so um den Hals getragen werden – eine Art stilisierter Schulterumhang. 

Ein solches Skapulier kann Ihnen ein Priester feierlich auflegen, verbunden mit einem besonderen Segen, um Sie an diesem Geschenk der Muttergottes teilhaben zu lassen. Sie können ein solches Skapulier übrigens im Shop von missionmaria erwerben, auch in Kombination mit einer bereits gesegneten Skapuliermedaille, die ersatzweise statt des Skapuliers selbst getragen werden kann. 

Das Skapulier als Zeichen der Hingabe im Glauben

Wir müssen uns beim Gebrauch der Sakramentalien bewusst sein, dass all dies – die wirklich wunderbaren Versprechungen Unserer Lieben Frau vom Karmel an die Träger des Skapuliers – absolut nichts mit Magie oder Aberglauben zu tun hat, so als bräuchte man nur ein besonderes Mittelchen zu gebrauchen, um vor der Hölle sicher zu sein. 

Denn ohne die vertrauensvolle Hingabe an die Gottesmutter im Glauben an ihren Sohn, unseren Erlöser, sind alle irdischen Dinge, auch das Skapulier, nichts weiter als belanglose Äußerlichkeiten. Erst durch die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, im Glauben an Jesus Christus, die Liebe zu ihm und die Hoffnung auf ihn, werden sie wirksam. Versteifen Sie sich also nicht auf die besonderen Zusagen und Bedingungen, die mit diesem Skapulier verbunden wurden, sondern sehen Sie es als Zeichen für Ihren festen Willen, beständig Ihren Glauben zu vertiefen und in der Liebe Gottes zu leben – nach dem Vorbild der Gottesmutter!

Die Karmeliten selbst beschreiben ihr Verhältnis zum Skapulier so:    

In einigen Ordensgemeinschaften, wie in der des Karmel, wandelte sich zudem das Skapulier zu einem Zeichen eigener Art. Es begann, die besondere Übereignung der Karmeliten an Maria, die Mutter des Herrn, zu symbolisieren, das Vertrauen auf ihren mütterlichen Schutz darzustellen, verbunden mit dem Wunsch, ihr Leben der Hingabe an Christus und die Mitmenschen nachzuahmen. So wurde es ein marianisches Zeichen. (Quelle: karmelitenorden.de, Aufruf vom 12.8.2011 )

Zu allen Zeiten, durch alle Not – bis in den Tod

Der Text zur Segnung des braunen Skapuliers durch den Priester wurde uns von Papst Urban IV. gegeben, der schon 1262 das Skapulier als Sakramental der Kirche anerkannte. Sie können ihn im Rituale Parvum, einem handlichen Kompendium von Segnungstexten des Rituale Romanum, auf S. 231 in Latein und in deutscher Übersetzung finden. 

Der Karmelitenorden beging schon sehr früh den 16. Juli als Festtag Unserer Lieben Frau vom Karmel – das Skapulierfest. Aber erst 1726 führte Papst Benedikt XIII. den Festtag für die ganze katholische Kirche ein. Auch die Gottesmutter, die der heiligen Bernadette in Lourdes erschien, trug bei ihrer 18. und letzten Erscheinung das Skapulier. Und am 13. Oktober 1917 erschien die Mutter Gottes den drei Seherkindern Lucia, Jacinta und Francisco in der Gestalt Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. Wie Schwester Lucia später sagte, wollte sie “dadurch ihren Wunsch bekunden, dass alle Menschen das Skapulier als Zeichen ihrer Weihe an ihr Unbeflecktes Herz tragen.” (Quelle: Fatima-Bote).

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