{"id":3469,"date":"2025-11-16T21:05:32","date_gmt":"2025-11-16T21:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/missionmaria.org\/?p=3469"},"modified":"2025-11-17T13:56:56","modified_gmt":"2025-11-17T13:56:56","slug":"maria-unsere-himmlische-mutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/missionmaria.org\/en\/2025\/11\/16\/maria-unsere-himmlische-mutter\/","title":{"rendered":"Maria, unsere himmlische Mutter"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Gedanken zu unserer Sendung im Lichte des neuen marianischen Lehrschreibens <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/documents\/rc_ddf_doc_20251104_mater-populi-fidelis_ge.html\">Mater Populi Fidelis<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Von Benjamin Aepli<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einleitung: Die vatikanische Note und ihre Bedeutung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ver\u00f6ffentlichung der vatikanischen Note Mater Populi Fidelis am 4. November 2025 hat innerhalb der Kirche Fragen aufgeworfen und mancherorts zu einer gewissen Dissonanz gef\u00fchrt \u2013 insbesondere dort, wo die gl\u00e4ubige Liebe zur Mutter Gottes besonders tief verwurzelt ist. Als kirchliches Lehrschreiben schulden wir dieser Note selbstverst\u00e4ndlich religi\u00f6sen Gehorsam und nehmen ihre Aussagen ehrf\u00fcrchtig an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch entscheidend ist, wie dieser Gehorsam im Licht der kirchlichen Tradition zu verstehen ist. Der renommierte Mariologe P. Serafino M. Lanzetta bringt es pr\u00e4zise auf den Punkt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie kann ein Dokument Anspruch auf das Gewicht des ordentlichen Lehramts erheben, w\u00e4hrend es diesem Gewicht im vorhergehenden Lehramt widerspricht? Man k\u00f6nnte sagen, dass dieser Note eine Zustimmung gegeben werden kann, die dem Geist des Dokuments entspricht: In der Einleitung wird n\u00e4mlich erkl\u00e4rt, dass nicht beabsichtigt ist, Grenzen zu setzen \u2013 das heisst, nicht beabsichtigt ist, das zuvor Gelehrte abzuschaffen. Und diese Zustimmung wird dann im gleichen Mass gegeben, wie die Note selbst dem vorhergehenden ordentlichen Lehramt zum selben Thema Unterordnung entgegenbringt.\u201c<sup data-fn=\"1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f\" class=\"fn\"><a href=\"#1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f\" id=\"1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f-link\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist der Rahmen gesetzt: Wir nehmen die Note an, ohne jene gro\u00dfartige marianische Lehre zu relativieren, die \u00fcber Jahrhunderte hinweg von Heiligen, P\u00e4psten und Konzilien einm\u00fctig bezeugt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wir richten den Blick wieder auf das Entscheidende:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maria ist unsere Mutter \u2013 also viel mehr als nur Vorbild, Wegweiserin und erste J\u00fcngerin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und als Mutter wirkt sie in unserem geistlichen Leben \u2013 so wie sie im irdischen Leben am Werk Gottes mitwirkte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unsere Sendung: Maria als himmlische Mutter zu den Menschen bringen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mission von AVEMARIA ist es, Maria zu den Menschen zu bringen: nicht als abstrakte Idee, nicht als Randfigur, nicht als kitschige Tr\u00f6sterin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sondern als das, was sie wirklich ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Mutter, die Gott uns schenkt, damit Christus in uns wachsen kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Maximilian Kolbe erkannte dies zutiefst. F\u00fcr ihn lag die gr\u00f6\u00dfte geistliche Not unserer Zeit darin, dass viele Menschen ihre himmlische Mutter nicht kennen \u2013 und dadurch jene \u00fcbernat\u00fcrliche Nahrung entbehren, die sie schenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn was tut eine Mutter?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie schenkt das Leben.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie n\u00e4hrt das Leben.<\/li>\n\n\n\n<li>Sie bewahrt, begleitet und erzieht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wirkt Maria auch im \u00dcbernat\u00fcrlichen: Sie schenkt uns Jesus \u2013 die personifizierte Gnade \u2013 und l\u00e4sst dieses Leben in uns reifen, bis Christus in uns Gestalt gewinnt (vgl. Gal 4,19).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine uralte Lehre: Bereits Augustinus wusste es<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorstellung, dass Maria Christus \u201ein uns gebiert\u201c, ist keine moderne Fr\u00f6mmigkeit. Sie ist uralt, eine Lehre der Kirchenv\u00e4ter. Der heilige Paulus schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNoch einmal leide ich um euch Geburtswehen, bis Christus in euch Gestalt gewonnen hat.\u201c<sup data-fn=\"ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005\" class=\"fn\"><a href=\"#ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005\" id=\"ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005-link\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darauf aufbauend zeigt der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort, dass diese geistliche Geburt in h\u00f6chstem Sinn Maria zukommt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas der hl. Paulus von sich sagt, kann Maria mit noch viel gr\u00f6\u00dferer Berechtigung auf sich anwenden: \u2018Ich geb\u00e4re tagt\u00e4glich die Kinder Gottes, bis mein Sohn Jesus Christus in der F\u00fclle seines Alters in ihnen gestaltet ist.\u2019\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer hl. Augustinus sagt, dass Maria alle Auserw\u00e4hlten dieser Welt in ihrem Scho\u00df birgt, wo sie sie dem Bilde des Gottessohnes gleichf\u00f6rmig macht, besch\u00fctzt, ern\u00e4hrt, heranbildet und gro\u00dfzieht, bis sie dieselben nach ihrem Hinscheiden zur Glorie gebiert.\u201c<sup data-fn=\"0338c2a1-5d0c-40b8-aeb0-9d734eef575f\" class=\"fn\"><a href=\"#0338c2a1-5d0c-40b8-aeb0-9d734eef575f\" id=\"0338c2a1-5d0c-40b8-aeb0-9d734eef575f-link\">3<\/a><\/sup><br><br>Maria wurde also seit jeher als geistliche Mutter der Menschen auf ihrem Weg zum Himmel angesehen \u2013 und damit implizit auch als Mittlerin der Gnaden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der hl. Maximilian Kolbe \u00fcber die Mutter, die formt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den heiligen Maximilian Kolbe war diese Lehre zentral. Er beschreibt sie wie folgt in einfachen Worten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas k\u00f6nnte bei alledem die Rolle der heiligen Mutter sein? Durch wen ist Jesus in die Welt gekommen? Wer zog ihn gro\u00df? Wem war er gehorsam? Die heiligste Mutter zog ihn gro\u00df, an ihrer eigenen Brust n\u00e4hrte sie ihn. Er gehorchte ihr sogar w\u00e4hrend seiner drei apostolischen Jahre. Unser Herr Jesus wurde aus der heiligsten Mutter geboren. Er bedurfte ihrer Hilfe. Sie ern\u00e4hrte ihn, erzog ihn und m\u00fchte sich ab f\u00fcr ihn. Was f\u00fcr eine Lehre ist uns hier gegeben! Lassen wir uns von der heiligsten Mutter nach dem Beispiel unseres Herrn Jesus erziehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIn der \u00fcbernat\u00fcrlichen Familie verteilt die heiligste Mutter alle Gnaden und gibt jedem die richtige Art und Menge zur rechten Zeit. In der Seele ist es wie bei einer Blume: Sie braucht Sonne und Tau. Diese Sonne und dieser Tau sind die Immaculata; sie allein. Denn: Sie ist die Mittlerin aller Gnaden. So wie ein S\u00e4ugling nur w\u00e4chst, wenn er bei seiner Mutter ist, so w\u00e4chst auch die Seele nur bei der Mutter Gottes. Geben wir uns also ohne Einschr\u00e4nkung ganz der Immaculata hin.\u201c<sup data-fn=\"9e348f5d-b8cf-4af0-8f4a-e9bd6b9d0be8\" class=\"fn\"><a href=\"#9e348f5d-b8cf-4af0-8f4a-e9bd6b9d0be8\" id=\"9e348f5d-b8cf-4af0-8f4a-e9bd6b9d0be8-link\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schluss<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wahrheit ist einfach, tief und tr\u00f6stlich:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir haben eine Mutter im Himmel.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Mutter, die uns Christus schenkt.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Mutter, die uns Christus \u00e4hnlich macht.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Mutter, die uns zum Ziel f\u00fchrt \u2014 zur Glorie<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Mutter, die unsere Zuflucht ist und unser Weg zu Gott.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Wahrheit gr\u00fcndet unsere Mission. Und daf\u00fcr arbeiten wir Tag f\u00fcr Tag: dass immer mehr Menschen mit ihrer himmlischen Mutter in Ber\u00fchrung kommen und sich bewusst von ihr f\u00fchren und n\u00e4hren lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ave Maria!<\/strong><\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f\">Quelle: <a href=\"https:\/\/dianemontagna.substack.com\/p\/a-very-dissonant-doctrinal-note-on\">https:\/\/dianemontagna.substack.com\/p\/a-very-dissonant-doctrinal-note-on<\/a>  <a href=\"#1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f-link\" aria-label=\"Jump to footnote reference 1\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005\">Gal 4,19 <a href=\"#ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005-link\" aria-label=\"Jump to footnote reference 2\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"0338c2a1-5d0c-40b8-aeb0-9d734eef575f\">Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Abhandlung \u00fcber die wahre Andacht zu Maria, Nr. 33\u201334. <a href=\"#0338c2a1-5d0c-40b8-aeb0-9d734eef575f-link\" aria-label=\"Jump to footnote reference 3\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"9e348f5d-b8cf-4af0-8f4a-e9bd6b9d0be8\">Maximilian Kolbe, Lass Dich von der Immaculata f\u00fchren, Alverna Verlag, 2016. <a href=\"#9e348f5d-b8cf-4af0-8f4a-e9bd6b9d0be8-link\" aria-label=\"Jump to footnote reference 4\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zu unserer Sendung im Lichte des neuen marianischen Lehrschreibens Mater Populi Fidelis<\/p>","protected":false},"author":11,"featured_media":3470,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"give_campaign_id":0,"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":"[{\"content\":\"Quelle: <a href=\\\"https:\/\/dianemontagna.substack.com\/p\/a-very-dissonant-doctrinal-note-on\\\">https:\/\/dianemontagna.substack.com\/p\/a-very-dissonant-doctrinal-note-on<\/a> \",\"id\":\"1e383934-9f30-4354-9247-1a56051a192f\"},{\"content\":\"Gal 4,19\",\"id\":\"ff67857c-7640-468c-93e6-4d70811da005\"},{\"content\":\"Hl. 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